Schlafmittel

Ungern verschrieben, doch überaus hilfreich: Schlafmittel

Schlaflosigkeit ist ein weit verbreitetes Phänomen in Deutschland. Vor allem führen immer wieder psychologische Störungen dazu, dass der Betroffene unter dem Problem des Nicht-Einschlafen-Könnens und insofern unter Schlafmangel leidet. Wenn der aufgesuchte Arzt eine medikamentöse Behandlung für angemessen hält, hat er die Wahl, dem Patienten frei verkäufliche Mittel zu empfehlen oder rezeptpflichtige Arzneien zu verschreiben. Hier eine Liste der bekanntesten und meist genutzten Schlafmittel:

Pflanzliche Schlafmittel
Diese Mittel sind rezeptfrei erhältlich und werden im Normalfall auf Baldrianbasis hergestellt. Sie finden sich in Form von Baldriantropfen und Baldriantabletten. Aber auch Johanniskraut ist ein beliebtes Beruhigungsmittel, das oft als Tee eingenommen wird und auch über eine lange Einnahmeperiode hinweg nicht zur Abhängigkeit führt.

Chemische Schlafmittel
Man unterteilt die chemischen Schlafmittel in verschiedene Gruppen. Die chemischen Produkte sind zum Teil frei verkäuflich, aber in der Regel sind sie rezeptpflichtig. Um Missbrauch zu verhindern, werden Schlaftabletten in der Regel nur in kleinen Packungen verschrieben.

Benzodiazephine – beruhigend, muskelentspannend und schlaffördernd. Die Gefahr der Abhängigkeit ist sehr gering.

Chloralhydrat – erstes synthetisch hergestelltes Schlafmittel. Der Handelsname lautet Chloraldurat 500.

Flurazepam HCL – diese Substanz ist ein starkes Schlafmittel, das eine hohe Gefahr der Abhängigkeit birgt.

Temazepam – die Halbwertzeit des Wirkstoffes liegt zwischen fünf und 13 Stunden. Bereits nach sehr kurzer Zeit kann der Körper eine Abhängigkeit entwickeln.

Antihistaminika – vorwiegend werden Antihistamine zur Behandlung von Allergien eingesetzt. Allerdings ist einer der Nebeneffekte der Auftritt von Müdigkeit. Eine körperliche Abhängigkeit tritt erst nach sehr langem und starkem Gebrauch auf.

Triazolam – die Halbwertzeit dieses Mittels beträgt lediglich drei bis fünf Stunden. Eine körperliche und psychische Abhängigkeit kann bereits nach kurzer Nutzung eintreten.

Tranquilizer – dieser Begrifft fasst eine Reihe von Psychopharmaka zusammen, die vor allem als Beruhigungsmittel eingesetzt werden.

Nahezu alle chemischen Schlafmittel führen bei Missbrauch zu einer Abhängigkeit, welche in den meisten Fällen bereits nach einem sehr kurzen Zeitraum eintreten kann. Die Folgen allerdings sind mitunter erst sehr spät zu erkennen – denn das Problem bei einer Schlaftabletten-Abhängigkeit ist, dass die Sucht das tägliche Leben erst nach einer sehr langen Periode beeinflusst. Wer regelmäßig Tabletten benötigt, um nachts ruhig und störungsfrei schlafen zu können, wird von Ärzten als Suchpatient betrachtet.


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